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  • Der Geist des Menschen ist kein Gefäß, das gefüllt, sondern ein Feuer, das entfacht werden will (Plutarch)

    Was ist Suggestopädie?

    Suggestopädie ist eine ganzheitliche Lehr- und Lernmethode, mit der Menschen leichter lernen. Und vor allem mit mehr Freude. Es werden alle Sinne in den Lernprozess mit einbezogen, und mit Elementen von Spielen, Musik, Bewegung und Entspannung gearbeitet. Sie berücksichtigt alle Lerntypen, so dass jeder auf seine optimale Art lernen kann.
    Didaktik ist die Kunst des Lehrens.
    Methodik ist die Kunst, die Lerninhalte gut zu verpacken
    Die Suggestopädie verpackt nun auf ihre Art diese Lerninhalte, dass Lernen nachhaltig, beschleunigt, effektiv, kreativ und kurzweilig wird.

    Welche Bedingungen ermöglichen ein lustvolles und effektives Lernen? Wie funktioniert unser Gedächtnis? Welche Bedeutung hat der Lernprozess beim Vermitteln von Lerninhalten? Wie können wir unser Potential mehr entdecken? Wie können Körper, Geist und Seele und unsere Sinne beim Lernen berücksichtigt werden? Welcher Zusammenhang besteht zwischen Lernen und der Entwicklung unserer Persönlichkeit? Diese Fragen sind die Grundfragen, die uns als Suggestopäden bewegen.

    Die Entwicklung der Suggestopädie

    Seit Prägung des Begriffes Suggestopädie vor über 40 Jahren durch Georgi Lozanov, sind viele neue Erfahrungen mit dieser Lernhaltung gemacht worden. In der Anfangsphase der Suggestopädie lag die Quantität des zu lernenden Stoffes im Blickfeld der Wahrnehmung und ein relativ festgefügtes Modell der methodischen Umsetzung, das sehr an die Führung der Lehrperson gebunden war. Heute zeichnet sich die Suggestopädie durch ein offenes Lehr- und Lernkonzept für Lehrende und Lerner aus, das ein individuell unterschiedliches Aufnehmen des reichhaltigen methodischen Angebotes ermöglicht. Bei der Planung des suggestopädischen Trainings / Unterrichts werden die Bedürfnisse des Themas, der Lehrperson und die der Teilnehmer berücksichtigt. Dadurch entstehen immer wieder neue „Choreographien“ der Unterrichts- bzw. Trainingsgestaltung.  Die Entwicklung der Persönlichkeit, der achtsame Umgang mit sich selbst und anderen, damit verbundene Werte, die unsere Welt lebenswerter machen, liegt Suggestopäden genauso am Herzen wie eine effektive Verankerung des Lernstoffes.
    Als Beispiel sei die Aussage von Teilnehmern eines suggestopädischen Englischkurses im Rahmen eines Forschungsprojektes der Universität München - vor Kursbeginn, erwähnt. Die Frage lautete: „Fällt es ihnen leicht zu lernen?“ die Antwort: „Es kommt darauf an, was ich lernen muss.“

    Ausbildung in Suggestopädie

    Menschen, die qualifiziert und seriös mit der suggestopädischen Lehrmethode arbeiten, verfügen über ein großes,  sich ständig erweiterndes methodisches Repertoire. Sie haben den Anspruch, in einem ständigen Lernprozess zu bleiben, der garantiert, dass eine Sensibilisierung für das Lernen und den Lernenden gewährleistet bleibt.

    In die Ausbildungen für Lehrende, die mit suggestopädischen Elementen arbeiten, fließen Erkenntnisse, Gedanken und Erfahrungen aus verschiedenen Richtungen ein, die das Lernen und Lehren berühren: Lernbiologie, Gehirn- und Stressforschung, Lernpsychologie, Musik, Entspannungsverfahren, pädagogische Richtungen, die sich mit ganzheitlichem Lernen beschäftigen sowie verschiedene Ansätze der humanistischen Psychologie (NLP, TA, TZI u.a.).